DayStar Quantum Sonnenfilter

Die Quantum Filterserie ist eine im Prinzip sehr einfach zu verwendende Filtereinheit mit präzieser Leistung die aber ein Öffnungsverhätnis von 1 zu 30 erfordert.


Um die optimale Brennweite zu erhalten wird eine TeleVue Powermate mit T-Adapter empfohlen. Bis zu einer Gesamtbrennweite von ca. 2500 mm und mit 1.25" Okularen kann die ganze Sonne gleichzeitig beobachtet werden.
Im Gegensatz zum bekannten Quark hat das Quantum Filter System keine brennweitenverändernde Optik. Dafür wartet es mit einem hochwertigeren und grösseren Etalon auf.
Die Filtereinheit hat einen 32 mm grosses Etalon System das mit einer präzisen elektrischen Heizung auf 0.1 Å genau auf die gewünschte Wellenlänge eingestellt werden. Diese kann auf der Anzeige direkt abgelesen werden. Eine LED zeigt zudem an ob die eingestellte Wellenlänge erreicht ist (grün) oder nicht (Gelb). Eine Schnittstelle zu einem PC erlaubt, den Filter auch direkt von einem PC aus zu steuern und auszulesen. So können auch Fotosessionen mit unterschiedlichen Wellenlängen- Einstellungen gemacht werden ohne dass man direkt am Teleskop sitzen muss.

Die Filtergehäuse haben beidseitig ein T2 Gewinde wobei das weibliche Gewinde Teleskopseitig ist.

Anders als bei Konkurenzprodukten gibt es keine Option für ein DoubleStacking, also zwei Filter hintereinander so zu steuern dass ein engerer Durchlassbereich entsteht. Stattdessen werden verschiedene Versionen angeboten. Eines das sich besonders für die Beobachtung der Protuberanzen am Sonnenrand ("Prominence Model", ca. 0.8 Å) eignet und eines das sich bestens für die Beobachtung der Oberfläche eignet ("Chromosphere Model", ca. 0.4 Å) für die unterschiedlichen Ansprüche.
Es werden zwei verschiedene Leistungsklassen der Quantum Serie angeboten: die Standard Edition (SE) für die Amateuerastronomie mit zwei verschiedenen Halbwertsbreiten und die Professional Edition (PE) für höchste Ansprüche an die Homogenität des gesamten Filters. Dies erlaubt zuverlässig genaue Messungen über das gesamte Bildfeld.

Spektrale Genauigkeit SE Version: Die mittlere Spitzenwellenlänge aller 12 mm grossen Messbereiche (= Messbereich des verwendeten Testgeräts) innerhalb vom zentralen Bereich von 19 mm Durchmesser muss innerhalb von ± 0,5 Ångström der Nenn-Wellenlängenmessung der Blende von 1:30 der Optik liegen (das Öffnungsverhätlnis beeinfluss ja die Halbwertsbreite und der Neigungswinkel die Wellenlänge).

Blockierung aller anderen Wellenlängen: Die durchschnittliche optische Dichte abgesehen vom Durchlassbereich ist grösser als 6,0 von Röntgenstrahlen bis über 2,0 m Wellenlänge.

Alle Luft-Glas-Übergänge sind Mehrschichtvergütet

Spektrale Genauigkeit PE Version: Die mittlere Spitzenwellenlänge aller 12 mm grossen Messbereiche (= Messbereich des verwendeten Testgeräts) über den gesamten Filter von 32 mm Durchmesser muss innerhalb von ± 0,05 Ångström der Nenn-Wellenlängenmessung der Blende von 1:30 der Optik liegen.

Blockierung aller anderen Wellenlängen: Die durchschnittliche optische Dichte abgesehen vom Durchlassbereich ist grösser als 6,0 von Röntgenstrahlen bis über 2,0 m Wellenlänge.

Alle Luft-Glas-Übergänge sind mit Spezialvergütet für maximal 0,2 % Reflektion pro Oberfläche bei der ausgelegten Wellenlänge. Es wird ausschliesslich BK7, Klasse A, langsam ausgeglüht, 60-40 Scratch-dig verwendet. Jedes andere optische Element als das Etalon hat eine maximale Wellenfrontverzerrung von 1/4λ bei einer Wellenlänge von 5461 Ångström.

Quantum SE Protuberanzen-Version mit ca. 0.8 Å Halbwertsbreite. Ideal für die Beobachtung von Protuberanzen und wenig Oberfläche. Die Protuberanzen sind sehr hell und deutlich sichbar, auch bei schlechteren Verhältnissen. Dann ist allerdings die Oberläche unter Umstänen ohne wesentliche Strukturen. Fotografisch überzeugt dieses Filter besonders mit der kürzeren Belichtungszeit und der guten Wiedergabe von Protuberanzen.
Quantum SE Oberflächen-Version mit ca. 0.4 Å Halbwertsbreite. Ideal für die Beobachtung der Chromossphähre - die Protuberanzen am Bildrand bleiben dunkler, sind aber noch sichtbar. Visuell überzeugt dieses Filter durch den besseren Kontrast der die Beobachtung der Oberläche auch für ungeübte Beobachter einfacher macht. Die fotografische Inhomogenität der Bilder ist wie bei Amateurfilter üblich sichtbar, aber auch mit Hilfe der Flat Cap Diffusorscheibe korrigierbar.
Quantum PE Protuberanzen- und Oberflächen - Versionen mit unterschiedlichen Halbwertsbreiten: es sind 0,8, 0.7, 0.6, 0.5, 0,4 oder sogar 0.3 Å lieferbar. Die Homogenität ist sehr hoch und erfüllt die Ansprüche professioneller Beobachter. Entsprechend ist die fotografische Inhomogenität der Bilder nicht sichtbar.



Natrium PE Filter mit 0,4 Å Halbwertsbreite

Daystar ist stolz darauf, Natrium-Na-D-Linien-Filtersysteme (5895,9 Å) für visuelle und fotografische Untersuchungen anbieten zu können. Die Natriumfilterbaugruppen sind mit ihrem Ein-Resonator-Design für Beobachtungen im Sub-Angström-Bereich ausgelegt. Natriumlinien sind sehr schmal, aber sehr hell. Ein sehr schmaler Filter von < 0,5 Å ist erforderlich, um die Linie sauber vom Kontinuum zu isolieren. Das resultierende Bild zeigt hohe Detailgenauigkeit bei Granulation, Supergranulation und P-Modi.

Auch Natrium weist bei Flares in der impulsiven Phase Eruptionskerne auf. Die Na-D-Linie ist eine Linie mit geringer Anregungsenergie, die bei Erwärmung der unteren Chromosphäre emittiert wird, meist an den Fußpunkten von Flussschleifen, die durch einen Flare verlaufen, da die Natrium-D-Linie die untere Chromosphäre widerspiegelt. Visuelle und fotografische Aufnahmen zeigen ein ähnliches Bild wie bei Kalzium und lassen die Granulation erkennen, sind jedoch viel heller und besser sichtbar.

Filter sind so ausgelegt, dass sie unbeheizt auf der unteren der beiden Na-D-Emissionslinien arbeiten; sie können beheizt werden, um eine Transmission auf der höheren der beiden Na-D-Linien zu erzielen. Dies ermöglicht Doppler-Untersuchungen, indem Aufnahmen in jeder Linie gemacht und Differenzbilder erstellt werden, nachdem ein Bild der durchschnittlichen Sonnenbewegung abgezogen wurde. Dieser als „Dopplergramm-Geschwindigkeitsbild“ bezeichnete Prozess macht die mit der Supergranulation verbundenen Oberflächenbewegungen sichtbar.

Diese Filter mit 0.4Å werden in erster Linie für Forschungszwecke verwendet, bei denen Doppler- und Supergranulationsstudien durchgeführt werden. Schmale Bandpass-Na-D-Linienfilter werden aber auch für Deep-Sky-Beobachtungen von Grosssternwarten werwendet, aber mit deutlich grösseren Öffnungsverhältnissen was dann auch eine grössere Halbwertsbreite gibt.



Helium PE Filter mit 0,3 Å Halbwertsbreite

Daystar ist stolz darauf, den einzigen derzeit auf dem Markt erhältlichen Helium-D3-Sonnenfilter anbieten zu können. Dank unserer jüngsten technologischen Fortschritte, die eine präzisere Abstimmung der Daystar-Filter ermöglichen, ist es uns nun endlich gelungen, die Helium-Emissionslinie isoliert zu zeigen.

Helium wurde 1868 von Pierre Janssen während einer Sonnenfinsternis im sichtbaren Spektrum bei 5875,61 Å in der Nähe der Natrium-D1- und D2-Linien entdeckt und ist das zweithäufigste Element im Universum.

Obwohl so häufig, ist es nur schwer nachweisbar:

Bisherige Forschungsstudien zur D3-Linie konzentrierten sich auf die Untersuchung von Sonneneruptionen und auf Vergleiche der Gemeinsamkeiten zwischen der Absorption in der D3-Linie und magnetischen Linien. Diese Studien verwendeten „Spektroheliogramme“, da die He-D3-Linie bisher nicht völlig isoliert betrachtet werden konnte.

Zu den in der D3-Linie sichtbaren Merkmalen gehören: Details von Sonnenflecken, Supergranulation, Fakeln, Emissionen in den Fussabdrücken von Flares, Absorption entlang magnetischer Linien und kleine Protuberanzen.

He-D3-Linienfilter sind aufgrund der hohen Genauigkeit der Mittenwellenlänge (CWL), die zur Isolierung der D3-Linie erforderlich ist, nur in PE-Qualität erhältlich.



Kalzium PE Filter mit 2 oder 5 Å Halbwertsbreite

DayStar bietet neben dem Quark Kalzium Filter das in der H-Linie arbeitet und visuell besser sichtbar ist für die fotografische Beobachtung und Forschung auch Filter für die Kalcium-K-Linie an. Studien in H-Linie waren massgeblich an der Bestimmung der Tiefe der Sonnenatmosphäre beteiligt. Kalzium bildet zwei starke Absorptionslinien bei 393,3 nm und 396,9 nm, bekannt als K- und H-Linien. Forscher haben zuvor die H-Linie für die akademische Forschung vermieden, da sie der Wasserstoff-Epsilon-Linie sehr nahe ist. Weil es heute engere Filter für Kalzium möglich sind und da Kamerasensoren beide Wellenlängen gleich gut abbilden können wird die K-Linie wegen des deutlicheren Kontrast's heute aber bevorzugt.

Da das visuelle Spektrum jedoch bei etwa 400 nm endet, ist es für Beobachter schwieriger, das Bild visuell zu sehen ist die H-Linie für visuelle Beobachtungen zu bevorzugen.

Die aktuellen Kalziumfilter von Daystar auf der Kalcium II K-Linie eignen sich perfekt für akademische Studien zur Kartierung der 3-dimensionalen Struktur der Chromosphäre. Durch die Steuerung der Flügelverschiebung des Ka II K-Linienfilters mit einer Genauigkeit von 0,1Å können Studien Intensitätsunterschiede zwischen den Linien K3, K2 und K1 darstellen. Die Beobachtung der komplizierten Struktur von untergeordneten Gipfeln bietet Ansichten durch verschiedene Ebenen in der Sonnenatmosphäre.

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